„Cloud Dancer“ oder „Pantone 11-4201“ heißt die Pantone Farbe des Jahres 2026. Das ist ein ganz besonderes Statement, weil es die erste Weißnuance ist, die jemals diesen Titel erhalten hat. Der Off-White Ton ist die perfekte Ruhefarbe für unser Zuhause. Genau deshalb passt Cloud Dancer ideal in die Küche. In keinem anderen Raum treffen Funktion, Alltag, Gastlichkeit und Design so direkt aufeinander.

Küche „Aura“ von Häcker mixt die Fronten mit Holz und Schwarz. Hinzu kommt Soft-Green als frischer Partner, der alles noch luftiger wirken lässt. Dennoch ist Cloud Dancer der Star, da alles sehr dezent gewählt wurde.
- Dafür steht Pantone
- Das ist Cloud Dancer
- Wirkung der Pantone-Farbe
- Cloud Dancer als Gesamtkonzept
- Cloud Dancer als Akzent
- Arbeitsplatten
- Wandgestaltung
- Welcher Boden harmoniert dazu?
- Accessoires und Deko
- Passende Technik
- Der Essbereich
- Kombimöglichkeiten
- Die Pflege
Dafür steht Pantone
Jedes Jahr wählt das Pantone Color Institute einen Farbton, der die Stimmung unserer Zeit widerspiegelt. Das Institut hat in den 1960er Jahren ein Farbanpassungssystem entwickelt, das Farben mit einem eindeutigen Chipformat kategorisiert. Generiert wird die Jahresfarbe aus Trendprognosen. In 2026 gibt es die Pantone-Farbe des Jahres zum 27. Mal. Cloud Dancer ist die erste weiße Farbe, die Pantone als Color of the Year präsentiert. Davor waren die Farben meist kräftiger. Das könnte ein bewusster Ausdruck für Minimalismus und den Wunsch nach einem Reset in Sachen Design sein. So ist der Fokus wieder mehr auf das Innere statt auf das Äußere gerichtet.
Das ist Cloud Dancer
Das Off-White ist luftig und sanft, eine Farbe, die ruhig, entschleunigend und gleichzeitig offen für kreative Akzente ist. Pantone selbst beschreibt die Farbe als eine Art leere Leinwand. Sie steht für Neuanfang, Klarheit und Fokus in einer überreizten Welt. Der neutrale Ton soll den Wunsch nach Simplifizierung, innerer Balance und Gelassenheit reflektieren.
Wirkung der Pantone-Farbe
Die besondere Stärke von Cloud Dancer liegt in seiner psychologischen Deutung. Anders als klassisches Reinweiß, das oft Distanz und Kühle erzeugt, ist dieses Off-White umarmend, leise und stabilisierend. Der Ton reflektiert Licht weich und diffus, wodurch Räume heller erscheinen, ohne zu blenden. Gerade in der Küche, einem Raum permanenter Bewegung, sorgt Cloud Dancer für eine angenehme Optik. Flächen sehen großzügiger aus, Linien ruhiger, Übergänge harmonischer. Das Auge findet Halt, weil es nicht ständig zwischen Kontrasten springen muss. Diese Farbwirkung gilt vor allem für offene Wohnküchen, in denen Kochen, Essen und Wohnen ineinander übergehen. Cloud Dancer verbindet diese Zonen, ohne sie optisch aufzulösen.
- Cloud-Dancer-Fronten wirken noch edler, wenn matte Flächen mit warmem Holz kombiniert werden. So kann man sich in dieser Küche nur wohlfühlen. Pflanzen und farbige Akzente verstärken das Gefühl zusätzlich. Das macht die Ton-in-Ton Küche lebendig.
- In dem tollen Sideboard mit Oberschränken lassen sich perfekt Küchen-Utensilien unterbringen. Zum Blickfang werden die Akzente in braunem Holz. Der Leinen-Farbton ist zeitlos und schick, von Plum Living.
- Kontrast als Kontur. Schwarze Armatur, dunkle Leuchte und schwarze Barhocker zeichnen einen zarten Akzent auf die Farbe Cloud Dancer, ohne das Luftige zu verdrängen. Richtig ausgefallen erscheint in diesem Zusammenhang die Marmor-Anmutung, von NovaBell.
- Dunkles Holz trifft auf dunkelgraue, seidenmatte Fronten und Glas. In Szene gesetzt wird das alles mit einem blickfangenden LED-Lichtkonzept bei den waagrechten und senkrechten Griffleistenbeleuchtungen. Hier wurde vor allem der Boden in Cloud Dancer gewählt und die Fronten sind leicht dunkler, eine gelungene Kombination
Cloud Dancer als Gesamtkonzept
Als Ganzraumkonzept entfaltet Cloud Dancer seine volle Kraft. Fronten, Korpusse, Hochschränke und gegebenenfalls Regale oder Vitrinen-Schränke können alle in der Farbe des Jahres daherkommen. Aus einem Guss wirkt das stilvoll. Abweichende Nuancen in derselben Off-White-Familie sind aber erlaubt. Entscheidend ist nicht die Farbe allein, sondern die Reduktion auf klare Formen. Grifflose Fronten oder sehr feine Griffleisten unterstützen den entspannten Charakter. Cloud Dancer eignet sich sowohl für minimalistische Architekturen als auch für wohnliche, weichere Küchenkonzepte, weil der Ton sich stets zurücknimmt. In Kombination mit deckenhohen Schranklösungen entsteht eine architektonische Ausgeglichenheit, die den Raum größer und aufgeräumter präsentiert. Der Farbton funktioniert unabhängig von Stilrichtungen. Möglich ist alles, von modern über Skandi bis hin zu zeitlos elegantem Landhaus, solange Linienführung und Materialien bewusst gewählt sind. Damit das insgesamt nicht langweilig aussieht, sollten statt Farbwechsel verschiedene Materialien zum Einsatz kommen. Matte Oberflächen sehen ruhig und modern aus, seidenmatte etwas lebendiger und feine Holzstrukturen schaffen Wärme. Schön ist Esche oder helles Eichenfurnier. Die Farbe lässt das Holz sanft durchschimmern.
Cloud Dancer als Akzent
Nicht jede Küche braucht ein vollständiges Off-White-Konzept. Cloud Dancer funktioniert ebenso überzeugend als gezielter Ruhepol. Ein einzelnes Sideboard in diesem Ton kann eine dunklere Küche auflockern und ihr Leichtigkeit verleihen. Offene Regale in Cloud Dancer lassen Wandflächen ausgeglichener erscheinen und geben dem Blick Halt. Auch eine einzelne Wand in Off-White kann den Raum optisch ordnen.
Arbeitsplatten
In einer Cloud Dancer-Küche rücken Arbeitsplatten stärker in den Fokus, da sie einen der wenigen Kontrastpunkte bilden. Helle Natursteine oder keramische Oberflächen mit zarter Aderung verstärken die wolkige Anmutung des Off-White und wirken besonders edel, wenn sie nur minimale Farbnuancen enthalten. Gleichzeitig können Arbeitsplatten auch etwas dunkler gewählt werden, etwa in warmem Greige, Sandstein-Optik oder Taupe. Das bringt Tiefe ins Konzept und erhöht die Alltagstauglichkeit. Wichtig ist, dass die Oberfläche nicht zu chaotisch ist. Cloud Dancer lebt von Flächigkeit. Zu starke Maserungen oder harte Farbkontraste würden die Gesamtstimmung brechen.
- Küche „Atlante“ von L’Ottocento ist an Extravaganz kaum zu übertreffen mit den originellen Materialkombinationen. Außerdem ist der prägende Fronten-Rahmen ein wahrer Hingucker. Genau wie das große Regal in Braun, dass den Wolken-Look charmant kontrastiert.
- Die Wand begeistert mit einer atmosphärischen Ausstrahlung, obwohl sie Weiß ist. Das schafft der neue Pantoneton. Ein zurückhaltendes Statement setzen dazu die kleinen Pendelleuchten. Die Farbe ist von Miss Pompadour.
- Der Boden dient als optischer Wärmespender. Das verhindert, dass Off-White kühl wirkt. Front „Havstorp“ in Beige ist eine glatte Front, die auch in vielen Jahren noch angesagt sein wird, von Ikea.
- Die Wolken-Küche ist ausgestattet mit Off-White-Fronten, einer hellen Platte und einer farblich zweigeteilten Rückwand. Front „Aspudden“ von Ikea kommt mit einem eleganten schmalen Rahmen daher und ist sehr einladend.
- Modernes Küchendesign trifft auf stilvolle Möbel. Nicht nur die Formen, auch die Farbe und die Beleuchtung sorgen für ein sehr kuscheliges Küchengefühl, von Contur Küchen.
- Die L-Küche hat eine ideale Balance aus Funktionalität und Optik. Die Fronten mischen fast Weiß mit fast Greige und passen so ins Cloud Dancer Konzept. Kleine schwarze Akzente schaffen Modernität. Küche im Japandi-Stil von Contur Küchen.
Wandgestaltung
Cloud Dancer an der Wand ist der Trick für Küchen, die zwar hell, aber nicht hart wirken sollen. Denn Wände in Cloud Dancer oder in sehr nah verwandten Off-White-Tönen sind wie ein Lichtfilter. Sie verstärken Tageslicht, gleichen Schatten aus und lassen selbst kleinere Küchen großzügiger aussehen. Elegant ist es, wenn Wandfarbe und Küchenfronten aufeinander abgestimmt sind, nicht unbedingt identisch, doch aus derselben Farbfamilie. Dadurch entsteht Tiefe ohne sichtbare Brüche. Dazu kommen Materialien wie Holz, Stein oder Metall besonders gut zur Geltung. Für die Rückwand sind großformatige Keramikfliesen in Off-White mit wenig Fugen sehr hübsch. Das schafft ein stimmiges Bild. Alternativ sieht auch eine Glasrückwand in hellem Warmweiß klasse aus und ein wenig moderner.
Welcher Boden harmoniert dazu?
>Damit Cloud Dancer nicht zu clean wird, ist der Boden der wichtigste Begleiter. Schön ist helles, geöltes Holz. Das macht die Küche sofort gemütlicher. Für pflegeleichte Eleganz sorgen Naturstein oder Feinsteinzeug in Greige. Beton gibt dem ganzen Ambiente einen puristischen Look. Entscheidend ist, dass der Boden kein Chaos ausstrahlt. Zu kleinteilige Muster oder starke Kontraste würden nicht zum Konzept passen.
Accessoires und Deko
Cloud Dancer präsentiert sich modern, wenn Accessoires nicht knallig dagegenhalten, sondern ebenfalls mit den Off-White Nuancen arbeiten. Cremefarbene Leinenläufer oder Geschirrtücher und Keramikgeschirr und Accessoires in Milchglas-Tönen. Das fokussiert den Ton nochmal mehr in der Küche, was automatisch eine noch ansprechendere Atmosphäre bedeutet.
- Eine Designikone ist „Enso“ von SodaStream. Der Wassersprudler macht das Kisten schleppen überflüssig. Wirklich toll ist es, wenn die farbliche Optik in dem hellen Sand zur Küche passt.
- Dunkles Holz trifft auf dunkelgraue, seidenmatte Fronten und Glas. In Szene gesetzt wird das alles mit einem blickfangenden LED-Lichtkonzept bei den waagrechten und senkrechten Griffleistenbeleuchtungen. Hier wurde vor allem der Boden in Cloud Dancer gewählt und die Fronten sind leicht dunkler, eine gelungene Kombination
- Ein super Helfer ist der „Hasselback Cutter“ von Rosti. Der Schneider besteht aus einem Rahmen mit praktischen Griffen und scharfen Klingen. Hier sind zum Beispiel Schnitte in der Kartoffel möglich, ohne sie komplett zu zertrennen. Es handelt sich zwar nur um ein kleines Teil, aber es harmoniert gut zu einer Küche in wolkigen Tönen.
- Das Brett „Choptima“ ist ein Allround-Talent aus Kunststoff. Es ist spülmaschinenfest, hygienisch und dekorativ, von Rosti im Farbton „Humus“.
- Accessoires sind ein leiser Luxus. Keramik in Creme-Tönen, Leinen und helles Holz setzen auf Nuancen statt auf Kontraste. Genau das macht Cloud Dancer zeitgemäß. In dem puristischen Geschirr von Blomus spiegelt sich das wider. Es sieht aus wie gehämmert, sehr edel!
- Greige trifft auf Cloud Dancer. Bei Accessoires, wie den schönen Geschirrhandtüchern aus Baumwolle von Blomus, hat der Ton eine zeitlose Ausstrahlung.
Passende Technik
Immer mehr Küchengeräte sind inzwischen in hellen, reduzierten Farbwelten erhältlich, von Off-White über Creme bis hin zu warmem Beige. Kühlschränke in diesem Ton sehen weniger dominant aus als Edelstahlgeräte und fügen sich stimmig in Cloud Dancer-Konzepte ein. Ihr Vorteil liegt in der ruhigen Optik, der Nachteil in der geringeren Kontrastwirkung, was sie in sehr puristischen Küchen beinahe unsichtbar macht. Dunstabzugshauben in hellem Design unterstreichen den monolithischen Look, erfordern jedoch etwas mehr Pflege, da Spritzer schneller sichtbar sind. Spülen und Armaturen in Off-White oder in einem hellen Keramikton sind außergewöhnlich edel, verlangen aber eine bewusste Materialwahl, um Verfärbungen vorzubeugen. Off-White zeigt jede warme Lichtstimmung. Eine warmweiße Beleuchtung lebt von dimmbaren Zonen. So wird aus Arbeitslicht schnell Abendlicht. Auch Kochgeschirr in hellen Tönen fügt sich stilistisch perfekt ein, wirkt sehr hochwertig, ist im Gegensatz dazu empfindlicher im Alltag als dunkle Alternativen. Technik in Off-White ist insgesamt ein ästhetisches Statement, das aber eine gewisse Sorgfalt voraussetzt.
Der Essbereich
Im Essbereich kann Cloud Dancer entweder Rahmen oder Hauptdarsteller sein. Im Hintergrund eine Wand in wolkigem Weiß, das ist die ideale Fläche für Kunst und Familienfotos, ein echtes Galerie-Gefühl. Auf den Stühlen kommt der Ton als Polsterstoff zum Einsatz, bei Lampen als Schirm. Die Eckbank schmücken Kissen. Auch eine Tischplatte oder eine Pendelleuchte aus milchigem Glas greift den Trend auf.
Kombimöglichkeiten
Trendanalysen zu der neuen Farbe suchen vor allem nach Kombinationsmöglichkeiten, die natürliche Farben beinhalten statt bunter Töne. Das lässt Räume atmen, also wieder der Ruhe-Aspekt. Super harmoniert Cloud Dancer zum Hygge-Stil, vor allem zu hellem Holz, kühlem Hellblau und einem Hauch Edelstahl. Softes Grün ist auch ein guter Partner. Dadurch wirkt der Ton ländlicher. Eine tolle Ergänzung sind Rattan, Eichenholz und sparsam eingesetzte Schwarz-Akzente. „Quiet Luxury“ steht für unauffällige Eleganz. Hier trifft Cloud Dancer auf Sand, Greige und Cappuccino in Kombi mit gebürstetem Messing und Leinen. Wer es sehr modern mag, nutzt die Verbindung mit Anthrazit oder Schwarz. Aber bitte nicht als Kontrast, sondern nur als punktuelle Ergänzung.
Die Pflege
Off-White-Töne wie Cloud Dancer gelten oft als empfindlich, doch moderne Materialien relativieren diese Sorge deutlich. Matte Fronten wirken hochwertig, zeigen jedoch eher Fingerabdrücke als strukturierte Oberflächen. Hilfreich ist eine Anti-Fingerprint-Beschichtung. Leicht satinierte oder fein strukturierte Lacke sind im Alltag oft die bessere Wahl. Denn auf leicht strukturierten Oberflächen fällt Schmutz weniger auf. Wichtig ist außerdem die Planung. Bereiche mit hoher Beanspruchung, rund um Kochfeld und Spüle, profitieren von robusten Rückwänden und pflegeleichten Materialien. Regelmäßige, sanfte Reinigung genügt in der Regel, aggressive Mittel sind weder nötig noch empfehlenswert.



























